“To make a dying” – Ist Deine begrenzte Lebenszeit in Deinem Job gut investiert?

Ein Buch, das schon lange auf meiner Leseliste steht, ist “Your money or your life” von Vicki Robin und Joe Dominguez. Das Buch ist bereits im Jahr 1992 erschienen und viele sagen, es sei der absolute Ursprung der sog. “FIRE”-Bewegung (FIRE =Financially Independent, Retire Early).

Vergangene Woche habe ich einen Podcast gehört, in dem die Autorin Vicki Robin interviewt wurde. Zum Zeitpunkt der Podcast-Aufnahme im Jahr 2018 ist die Erstveröffentlichung ihres Klassikers bereits mehr als 20 Jahre her, und Vicki Robin konnte tolle Einblicke darüber geben, wie die technologische Entwicklung, Social Media und die globale Vernetzung die Welt seitdem verändert haben.

Diese Podcast-Folge ist sehr hörenswert, und wenn Englisch kein Problem für Euch ist, solltet Ihr sie unbedingt anhören. Generell mag ich Texte, Geschichten, Podcasts, die mich zum Nachdenken anregen. Nach Ende einer Podcast-Folge oder nach dem Lesen eines Textes ist für mich idealerweise noch lange nicht Schluss, sondern ein kleiner Gedanke wurde gesät und wächst über die nächsten Monate und Jahre weiter; –  und schlägt sich dann irgendwann in neuen Routinen, Gewohnheiten und Taten nieder.

Einen solchen Gedanken habe ich aus der oben genannten Podcast-Folge mitgenommen! Der Podcast ist auf Englisch, und Vicki Robin sagt, dass der Begriff “to make a living” (zu deutsch etwa “seinen Lebensunterhalt verdienen”) in Zusammenhang mit vielen Angestelltenjobs eigentlich “to make a dying” heißen müsste:

Was würden die Marsianer über uns denken?

Stellt Euch vor, die Marsmenschen schauen auf die Erde herab, sehen uns morgens, wie wir uns in Anzug und Krawatte zwängen, in den Stau auf der Autobahn stellen, um dann acht oder mehr Stunden am Schreibtisch im Großraumbüro zu verbringen, wieder im Stau zu stehen und dann abends todmüde auf die heimische Couch zu fallen! Morgens würden die Marsianer noch viel Leben in uns sehen, abends nach einem langen Arbeitstag dann wäre sämtliche Lebensenergie verbraucht, wir müssen uns regenerieren, um am nächsten Tag wieder fit für die Arbeit zu sein, – “to make a dying!”

Dieses Bild hat mich stark angesprochen, vermutlich weil sehr viel Wahrheit darin steckt. Es ist nicht zu leugnen, dass unsere Zeit auf der Erde begrenzt ist, und wir selbst zu einem gewissen Grad entscheiden, wie wir diese Zeit verbringen möchten. Ein Job nimmt einen sehr großen Teil unseres Tages ein, und er kostet Energie. Daher sollte es immer unser Ziel sein einen Job auszuüben, der uns mit (Lebens-) Freude erfüllt.

Was ist Dir selbst wichtig bei Deinem Job?

In keinem Job ist immer alles perfekt, aber im Großen und Ganzen sollte die eigene Arbeit, egal ob selbständig oder angestellt, zu einem selbst passen.

Ich z.B. habe für mich festgestellt, dass mir ständige Entwicklung und Lernen sehr wichtig sind. Ich möchte mich stetig weiterbilden, in ein Thema vergraben und mit diesem Wissen dann Probleme lösen. Ich denke, das kann ich bei meinem Job und speziell im Thema „Digital Marketing“ sehr gut: Es wird nie langweilig, man muss immer am Ball bleiben und das Thema ist in seiner Gänze so komplex, dass langjährige Erfahrung mit nichts so leicht aufzuwiegen ist. Ich mag es, wenn ich mein Wissen für mein Unternehmen einsetzen kann, und ich liebe es, dass ich sogar verpflichtet bin, mich in meinem Fachgebiet auf dem Laufenden zu halten und stetig weiterzubilden.

Was ist für Dich Dein bestimmendes Thema? (Für mich sind es lebenslanges Lernen, stetige Weiterentwicklung und “einen Impact machen”.) Kannst Du dieses in Deinem Job verwirklichen? Wenn nicht, solltest Du darüber nachdenken, wie Du das ändern kannst! Unsere Zeit ist begrenzt, wir sollten sie mit Dingen verbringen, die uns wirklich wichtig sind!

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